Was – Was ist der Akkupack?
Der Akkupack speichert die elektrische Energie, die eine Drohne in der Luft hält
Ein Drohnen-Akkupack ist eine wiederaufladbare Einheit, die Motoren, Kamera, Flugsteuerung, GPS und Beleuchtung mit Strom versorgt. Ohne Akku kann die Drohne weder starten noch in der Luft bleiben.
Der wichtigste Begriff rund um Akkus ist die Flugzeit. Damit ist gemeint, wie lange ein Akku die Drohne fliegen lässt, bevor sie landen muss. Die Flugzeit hängt von vielen Faktoren ab – Akkugröße, Drohnengewicht, Fluggeschwindigkeit, Temperatur, Wind und Videoaufzeichnung.
Typische Flugzeitbereiche bei Consumer-Drohnen:
Mini-Spielzeugdrohnen: 5–10 Minuten
Einsteiger-Drohnen ohne GPS: 12–18 Minuten
249-g-GPS-Kameradrohnen: 20–30 Minuten
Größere Kameradrohnen: 30–40 Minuten oder mehr
Die Flugzeit in Werbeangaben wird meist unter idealen Testbedingungen gemessen. Draußen sind die realen Flugzeiten fast immer kürzer.
Wichtige Akku-Merkmale beim Drohnenkauf:
| Begriff | Bedeutung | Einfache Erklärung |
|---|---|---|
| Kapazität (mAh) | Zeigt, wie viel elektrische Ladung der Akku speichern kann. Ein höherer Wert kann längere Flugzeit ermöglichen – sofern das zusätzliche Gewicht nicht alles wieder „auffrisst“. | Wie die Größe eines Eimers: 1.000 mAh ist ein kleiner Eimer, 3.000 mAh ein größerer Eimer, der länger „Wasser liefern“ kann. |
| Energie (Wh) | Die Gesamtenergie des Akkus (berechnet aus Spannung und Kapazität). Wh ist oft die bessere Größe, um das reale Flugpotenzial verschiedener Akkus zu vergleichen. | Wie lange du mit einem vollen Eimer tatsächlich gießen kannst: Höhere Wh heißt nicht nur „mehr Wasser“, sondern oft wirklich „länger nutzbar“. |
| Spannung (z.B. 7,4 V vs 11,1 V) | Bestimmt das Leistungsniveau des Systems und beeinflusst Motordrehzahl, Schub und wie viel Strom für die gleiche Leistung benötigt wird. | 7,4 V ist wie Radfahren in einem niedrigen Gang – ruhig und ausreichend für leichte Last. 11,1 V ist wie ein höherer Gang – mehr „Schub“ und höhere Reserven, besonders hilfreich bei Wind. |
| Anzahl Akkus (1 vs 2 Akkus) | Zeigt, wie viele volle Akkus mitgeliefert werden – und damit, wie lange du in einer Session insgesamt fliegen kannst. | Ein Akku ist wie eine Wasserflasche: Ist sie leer, musst du aufhören. Zwei Akkus sind wie zwei Flaschen – du kannst deutlich länger weitermachen. |
| Zellaufbau (2S vs 3S) | Zeigt, wie viele Zellen im Pack in Reihe geschaltet sind. Mehr Zellen bedeuten höhere Spannung und in der Regel mehr Leistungsreserven. | 2S (ca. 7,4 V) ist wie eine Pumpe mit zwei Stufen – zuverlässig mit moderater Kraft. 3S (ca. 11,1 V) ist wie eine Pumpe mit drei Stufen – mehr Druck und mehr Powerreserve. |
| Chemie (Li-Ion vs Li-Po) | Beschreibt das „Batteriesystem“, das Gewicht, Energiedichte, Entladefähigkeit und Lebensdauer beeinflusst. | Li-Ion ist wie ein großer Wassertank: viel Vorrat, lange Laufzeit, aber weniger „Spitzenfluss“. Li-Po ist wie ein Drucksprüher: weniger Vorrat, dafür sehr kräftige, schnelle Abgabe. |
| Smart-Akku (mit BMS) | Ein Akku mit integrierter Elektronik, die den Ladezustand misst, Zellen ausbalanciert und vor Schäden schützt. | Wie ein Eimer mit Skala und Sicherheitsventil: Du siehst, wie viel „Wasser“ noch da ist, und vermeidest Überfüllen. Ohne Smart-Funktionen ist es wie ein blanker Metall-Eimer – du musst raten. |
| Entladerate (C-Rate: hoch vs niedrig) | Zeigt, wie schnell der Akku seine Leistung sicher abgeben kann – wichtig für Steigflüge, schnelle Manöver und Wind. | Hohe C-Rate ist wie ein dicker Schlauch: sehr viel Wasser in kurzer Zeit. Niedrige C-Rate ist wie ein dünner Schlauch: nur ein sanfter, begrenzter Fluss. |
| Akkug ewicht (leicht vs schwer) | Schwerere Akkus können mehr Energie speichern, zwingen die Drohne aber, härter zu arbeiten, um in der Luft zu bleiben – das kann die Effizienz senken. | Wie Wandern mit einem schweren Wasser-Rucksack: Mehr Vorrat hilft länger, aber jede „Stufe“ kostet mehr Kraft. |
| Temperaturverhalten (kalt vs heiß) | Zeigt, wie stark die Leistung bei Kälte oder Hitze einbricht – das beeinflusst Flugzeit und Sicherheit. | In Kälte ist es wie zähes Wasser, das langsamer fließt – die Flugzeit sinkt. In starker Hitze „verflüchtigt“ sich die Leistung schneller – und der Akku altert tendenziell früher. |
Warum – Warum ist der Akkupack so wichtig?
Der Akku prägt das gesamte Flugerlebnis. Ein guter Akku bedeutet längere Flüge, sicherere Rückkehr und eine gleichmäßigere Energieversorgung. Ein schwacher oder schlecht gepflegter Akku verkürzt die Flugzeit und erhöht das Risiko.
Flugzeit hängt direkt davon ab, wie viel Energie der Akku sicher bereitstellen kann.
Leistung hängt von stabiler Spannung ab, damit Motoren und Kamera gleichmäßig versorgt werden.
Sicherheit bedeutet, den Akku in einem gesunden Bereich zu halten – nicht dauerhaft zu voll und nicht zu leer.
Wie – Wie nutzt und lagert man Drohnen-Akkus richtig?
Ein paar einfache Gewohnheiten helfen, Drohnen-Akkus länger nutzbar zu halten und sicherer zu verwenden:
Vor dem Flug: Akkus möglichst bei Raumtemperatur nutzen und nicht mit extrem niedrigem Ladestand starten.
Während des Flugs: Den Akku möglichst nicht bis 0% leeren. Viele Piloten empfehlen, bei etwa 20% Restkapazität zu landen.
Nach dem Flug: Wenn du die Drohne wochenlang nicht nutzt, lagere den Akku bei etwa 40–60% Ladestand – fern von starker Hitze oder Kälte.
Diese Schritte halten den Akku gesund, erhöhen die Sicherheit und schützen die langfristige Flugleistung.
Extra – Häufige Fragen zu Drohnen-Akkus
F: Warum können Drohnen nicht sehr lange fliegen?
A: Drohnenmotoren benötigen viel Leistung, um das Fluggerät in der Luft zu halten. Zum Schutz des Akkus muss die Drohne landen, bevor der Akku vollständig leer ist.F: Warum ist die reale Flugzeit kürzer als die Zahl in der Werbung?
A: Die beworbene Flugzeit wird unter perfekten Bedingungen getestet – meist ohne Wind, oft in ruhiger Umgebung. Draußen kommen Wind, Geschwindigkeitswechsel und Videoaufzeichnung dazu, was deutlich mehr Energie verbraucht.F: Ist es sicher, bis 0% zu fliegen?
A: Nein. Sehr niedrige Ladestände können den Akku schädigen und zu plötzlichem Leistungsverlust führen. Sicherer ist es, bei etwa 20% zu landen.F: Warum sollte man Akkus bei etwa halbem Ladestand lagern?
A: Eine Lagerung bei ca. 40–60% reduziert die Belastung der Zellen in längeren Pausen und hilft, dass der Akku langsamer altert.F: Verkürzt kaltes Wetter die Flugzeit?
A: Ja. Lithium-Akkus arbeiten bei Kälte weniger effizient, daher ist die Flugzeit im Winter meist spürbar kürzer.
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